Samstag, 21. Juli 2007

Desillusion

Moin,

jaja, im Radsport ist ganz schön was los. Nachdem ich ja anfangs (wie fast alle) davon ausgegangen bin, dass ich es sich im Radsport um ein "normales" Dopingproblem handelt, muss ich leider eingestehen, dass ich mittlerweile davon ausgehe, dass hier tatsächlich alle Fahrer gedopt sind oder waren.
So gesehen, hat Jan Ullrich Recht, wenn er sagt, dass er niemanden betrogen hat.
Ich für meinen Teil habe zwar meine Begeisterung für den Radsport nach wie vor nicht verloren, habe aber auch beschlossen, die Radrennen einfach nur als Volksbelustigung - und nicht mehr als Sportereignis - zu verfolgen.

Ob sich ein Fahrer in ernsthafte gesundheitliche Schwierigkeiten bringen kann, ist mir dabei ziemlich egal. Ist ja sein Körper.
Das Problem erledigt sich doch in dem Moment von allein, wenn sich die Sponsoren zurückziehen und im Radsport kein großes Geld mehr zu verdienen ist. Dann nimmt automatisch das Interesse ab und der Radsport wird als Randsportart sein dasein fristen.
Nur den Rückzug der öffentlich rechtlichen Sender kann ich nicht verstehen. Waren denn nicht sie es, die sehr viel Geld für die Übertragungsrecht hingeblättert haben und dadurch erst die großen Geldsummen (um die es ja letztlich geht), die es durch Sponsoren, Werbeverträge, etc., zu gewinnen gibt, ermöglicht haben?
Wenn man nun davon spricht, dass man die Übertragung einstellt, weil man einen sauberen Sport will, dann ist das mehr als scheinheilig. Die Medien sind ein Teil des Problems und sollten sich dem genauso stellen, wie alle Fahrer die ständigen Fragen darüber, ob sie dopen, über sich ergehen lassen müssen.

The show must go on...

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